23. Mai 2016

Welcher Aufwand für das Entfernen von Parkett ?

In der Regel verfügen die modernen Parkettböden nur über wenige Nutzschichten, sodass die maximale Lebensdauer von Parkett auf eine gewisse Haltbarkeit begrenzt ist. Fertigparkett lässt sich nicht mehr als zweimal abschleifen, bei Massivparkett ist das anders. Ein Parkettboden aus Massivparkett hat eine Lebensdauer, die oft sogar den Bauherrn überlebt.

Aber irgendwann hat jeder alte Parkettboden ausgedient. Dann ist der Boden zu entfernen und neues Parkett muss rein. Unser Beitrag verrät, wie das geht und welche Kosten dabei entstehen können.

Die Entfernung von schwimmend verlegtem Fertigparkett

Bei Parkettböden, die schwimmend verlegt wurden, ist das Entfernen relativ einfach. Es besteht zwischen Parkett und Boden keine feste Verbindung, sodass lediglich die Leimverbindung oder die Klickverbindung zwischen den einzelnen Teilen zu lösen ist.

Dazu sind im ersten Schritt die Sockelleisten rundum zu entfernen. Anschließend wird an einem Teil des Raumes, in dem das Parkett liegt, begonnen die erste Reihe anzuheben. Zur Erleichterung der Arbeit dient dabei entweder eine Brechstange oder ein sogenannter Kuhfuß. Im Bereich des Randes hat Parkett nur eine Fuge von maximal 15 mm, sodass die Hände nicht ausreichen, um das Parkett anzuheben. Ist die erste Reihe auf diese Art entfernt, geht es dann bedeutend leichter.

Bei verleimten Parkettteilen kann es eine Verbindung mit Nut und Feder geben. Die Parkettelemente sind dann genau an dieser Verbindung zu durchzubrechen.

Verklebtes Fertigparkett entfernen

Verklebtes Fertigparkett ist deutlich schwieriger zu entfernen als schwimmend verlegtes Parkett. Heute kommen dabei Spezialmaschinen zum Einsatz, weil die Arbeit von Hand zu schwer ist. Sollte die geklebte Verbindung mit dem Untergrund schon brüchig sein, ist das ein Vorteil. Dann lassen sich die Stäbe einzeln mit einem Schaber abschaben und der Einsatz einer Maschine entfällt. Allerdings ist die manuelle Entfernung körperlich sehr anstrengend und braucht entsprechend viel Zeit.

Bei Verwendung von elastischen Klebstoffen ist das Entfernen besonders schwierig. Die Klebstoffe unter der Bezeichnung Silan gibt es noch nicht allzu lange. Bauherren und Firmen, die Parkett verlegen, schätzen die neuen Klebstoffe wegen der besonders langen Haltbarkeit. Schwierig ist es dann jedoch, wenn auf diese Art verklebtes Parkett raus muss. Weil das Fertigparkett aus mehreren Schichten besteht, blättert die oberste Schicht bei Einsatz von Bohrmeißel oder Bohrhammer oft ab und die unterste Schicht klebt weiter fest auf dem Estrichboden. Das Entfernen ist zeitaufwendig und anstrengend.

Die Entfernung von Massivparkett

Wie bei den anderen Parkettarten kommt es auch bei der Entfernung von Massivparkett auf die Klebeverbindung an. Massivparkett, das in den Fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts verlegt wurde, löst sich oft fast von selbst. Bei der Verwendung von modernen Klebstoffen steht der Handwerker beim Entfernen wieder vor einer enormen Herausforderung. Am schwierigsten ist das Entfernen von 22 mm Stabparkett, das seinerzeit mit elastischem Klebstoff verlegt wurde.

Auf diese Art verlegtes Parkett treibt oft sogar Fachleute mit langjähriger Erfahrung zur Verzweiflung. In der Regel kommen beim Entfernen von Massivparkett deswegen auch Spezialmaschinen zum Einsatz, weil hier manuell selbst mit der Brechstange ein ordentliches Entfernen nicht möglich ist.

Was Parkett entfernen kostet

Pauschal lässt sich an diese Stelle keine allgemein gültige Aussage treffen. Die Kosten sind von der Verlegeart abhängig sowie vom Zeitaufwand und Maschineneinsatz, der notwendig ist. Lässt sich die Klebeverbindung leicht lösen und es geht schnell, sind die Kosten entsprechend niedriger.

Mögliche Alternativen

Nicht immer ist es zwingend notwendig, abgenutztes Parkett komplett zu entfernen. Parkett und Dielen lassen sich abschleifen und renovieren und sehen anschließend wie neu aus.